Mittwoch, 17. Juni 2009
Blog-Pause und ein Super Tip für Rakeback
Dienstag, 20. Januar 2009
Wieder da!

Tja, ich habe einige Mails bekommen, wieso es hier mit dem Blog nicht weiter geht. Den Grund seht Ihr auf dem Foto. Am 28.10.2008 bin ich Vater geworden und habe mich deshalb im letzten halben Jahr eben mehr um Frau bzw. Kind gekümmert. Der kleine Marcel ist also Schuld daran, daß ich keine Zeit oder Lust zum Pokern hatte.
Seit ein paar Tagen bin ich aber wieder recht intensiv auf PKR aktiv, allerdings merke ich schon, daß ich durch die lange Pause ein wenig aus der Übung gekommen bin. Beim Durchblick der Hand-History sind mir schon einige grobe Fehler aufgefallen, die ich nun schnellstmöglich abstellen möchte um wieder auf Kurs zu kommen ...
Dienstag, 5. August 2008
Neue PKR Promotion
Wer mit dem Gedanken spielt, bei PKR ein Echtgeldkonto zu eröffnen, sollte jetzt zugreifen.
Seit heute bietet PKR nämlich allen Spielern bei Eröffnung eines Echtgeldkontos zusätzlich zu den je nach Bonuscode gewählten Vergünstigungen folgende Extra-Boni:
Jeder Spieler, der ein Echtgeldkonto eröffnet bekommt nun zusätzlich:
- 1.500 wertvolle PKR-Points
- 5 (!) Free-Tickets zu Premium-Freerolls mit je 200-300$ Preispool
- 1 Ticket zum wöchentlichen 1.000$ Premium-Freeroll
Freitag, 1. August 2008
Bankroll durch Freeroll
Nun zu der Sache mit Unibet, die ich gestern angesprochen hatte. Es war ja Chris „Jesus“ Ferguson, der vor einigen Jahren beweisen wollte, daß man sich mit nichts über Freerolls eine stattliche Bankroll aufbauen kann. Er legte also mit 0,0 Dollar los um sich mit den bescheidenen Freeroll-Gewinnen daraus die Buy-Ins für Cashgames und verschiedene Turniere zu leisten. Ferguson hatte es dann tatsächlich geschafft mit einem leeren Account bei Full Tilt aus 0 Dollar in 18 Monaten 10.000 Dollar zu machen.
Nun sind Freerolls nicht meine Sache, da die zu erwartenden Gewinne dürftig sind und die Zeit, die man aufgrund der meist tausenden Teilnehmer bei solchen Turnieren investieren muß, schon beachtlich ist. Trotzdem habe ich angefangen, Ferguson nachzueifern. Schuld daran ist übrigens die deutsche Fußballnationalmannschaft. Bei Unibet erhält man nämlich bei Eröffnung eines Poker-Accounts gleich noch einen Account für Sportwetten dazu. Pünktlich zur EM hatte ich daher meine verbliebenen 60 Euro vom Poker-Konto auf das Sportwetten-Konto verschoben und bis zum Finale auch einigermaßen erfolgreich verschiedene Wetten plaziert. Jedenfalls hatte ich knapp 120 Euro auf dem Konto, was einer Verdopplung gleichkam. Was mit diesem Geld dann aber im Finale passierte könnt ihr Euch ja denken ...
So kam ich auf die Idee bei Unibet das einfach mal mit den Freerolls zu probieren, ob Fergusons „System“ auch für mich funktionieren kann. Korrekterweise muß ich zufügen, daß ich nicht ganz bei Null angefangen hatte, es waren noch 42 cent auf meinem Konto, was aber wohl nicht viel zur Sache tut. Inzwischen sind aus den 42 cent immerhin 27 Euro geworden und ich fange nun an 0,45er SH-Extreme Turbos zu spielen. Gerade das erste konnte ich gleich gewinnen. Ich werde das nebenher zu PKR weiter verfolgen und Euch auf dem Laufenden halten.
Ferguson hat auch verraten, was man bei so einem Vorhaben beachten sollte:
- Kaufe Dich nie in ein Cashgame oder SNG mit mehr als 5% Deiner Bankroll ein.
- Kaufe Dich nie in ein Multi Table SNG mit mehr als 2% Deiner Bankroll ein.
- Verlasse bei Cashgames den Tisch sobald mehr Geld als 10% Deiner Bankroll auf dem Tisch liegt.
- Da niemand eigenes Geld investiert und zudem überdurchschnittlich viele Neulinge teilnehmen, ist die Bereitschaft zu Callen bei Freerolls extrem hoch. Man kann also, besonders in der frühen Phase, kaum seine Gegner mit hohen Bets aus dem Pott drängen. Deshalb sollte man am Anfang absolut tight nur die Premiumblätter AA, KK, QQ und AK spielen und gleich Preflop All-In gehen. Mit den Blättern ist man selbst bei mehreren Callern, die man meist auch findet, im Regelfall Favorit und man wird gut ausbezahlt.
- Kurz vor der Bubble ändert sich das Verhalten der Gegner. Sie fangen an, sehr vorsichtig und ängstlich zu agieren. Das sollte man ausnutzen und auch spekulative Blätter wie suited Connectors aggressiv spielen.
Mittwoch, 30. Juli 2008
PKR hat mich wieder lieb ...
Zunächst möchte ich mich entschuldigen, daß ich seit über einem Monat nichts mehr geschrieben habe. Wie gesagt, zuletzt lief es für mich ja nicht so gut bei PKR und dann kam die EM und danach war ich arbeitsmäßig stark eingespannt, so daß ich kaum gepokert habe und es somit hier auch fast nichts zu berichten gab. Lediglich ganz interessant war ein kleines Experiment, das ich eher aus Jux bei Unibet Poker gestartet hatte, wozu ich morgen etwas schreiben werde. Doch zurück zu PKR:
Gestern hatte ich einfach mal wieder losgelegt mit ein paar Speed-Heads-Ups und einem Shorthander in den niedrigen Limits; und siehe da: Läuft ... wie Stromberg wohl sagen würde. Alles gewonnen! Dann hab ich mich einmal an die PKR Heads-Up Phase-Turniere gemacht und bin auf Anhieb bis Phase 5 durchmarschiert. Bei den Phase-Turnieren ist es so, daß der Gewinner ein Ticket (also den Buy-In) für die nächste Phase gewinnt. Der Verlierer verliert aber nicht gleich alles, sondern bekommt als Trostpreis ein Ticket für die Phase zwei Stufen niedriger. Also als Beispiel: Der Gewinner in Phase 4 gewinnt ein Phase 5-Ticket, der Verlierer bekommt ein Phase 2-Ticket. Das geht so bis Phase 10. Dort geht es dann um knapp 500 Dollar, wovon der Sieger 380 Dollar erhält.
Mal sehen, ob ich den Durchmarsch nach Phase 10 schaffe. Ich gehe aber davon aus, daß die Gegner eigentlich stärker werden müßten, obwohl ich bis jetzt von Phase 1 bis 4 keine Steigerung der Spielstärke erkennen konnte. Die waren alle — mit Verlaub — bis jetzt wirklich geradezu erschreckend schwach, vielleicht hab ich aber auch einfach nur Glück bei den zugeteilten Gegnern gehabt.
Samstag, 21. Juni 2008
Ohne Holland ...
... macht die EM erst so richtig Spaß! Als gebürtiger Niederrheiner, der der holländischen Sprache mächtig ist, habe ich natürlich eine ganz besondere Beziehung zu unseren kleinen Nachbarn in Europa. Eine gewisse Schadenfreude kann ich nie so richtig verbergen, wenn die Orangen mal wieder als selbsternannte Vorrunden-Weltmeister kläglich an ihrer eigenen Überheblichkeit scheitern.
Ich habe das Spiel am Strand geschaut. Wegen der großen Zeitverschiebung sehen wir hier ja die Spiele schon am frühen Nachmittag. Die Stimmung kochte jedenfalls in allen deutschen Strandkneipen über, als die Russen in der Verlängerung die Holländer abgeschossen haben. Einfach herrlich! Wunderbar! Bier und Cuba Libre flossen in Strömen und die aus den holländischen Strandbars zurückkehrenden, traurigen orangen Gestalten mußten sich beim Vorbeilaufen jede Menge Spott und Häme gefallen lassen.
Eigentlich hatten wir vorgehabt nach dem Schlußpfiff mit Deutschland-Fahnen bewaffnet den holländischen Kneipen hier in Sosua noch einen Besuch abzustatten. Im letzten Moment haben wir uns dann aber doch entschlossen, auf diese Provokation zu verzichten, auch wenn es sicher keinen wirklichen Ärger gegeben hätte, da man sich hier in Sosua unter Deutschen und Holländern kennt und auch manches Bier zusammentrinkt ... doch beim Fußball gibt es dann doch eher weniger Gemeinsamkeiten. Außerdem: Wie die Bilder zeigen, war die Stimmung dort wohl sowieso nicht ganz so dolle ... ;-)
Es ist ja auch jedesmal dasselbe Spiel: Erst trommeln sie zu tausenden rum und singen grauenhafte, blöde Lieder, alles ist Orange mit albernen Verkleidungen, immer 100% siegessicher; denn wer sollte sie schon schlagen? Und dann fallen sie am Ende wieder ins Tal der Tränen. Die Holländer immer wieder rausfliegen zu sehen ist für mich das zweitbeste hinter einem deutschen Titelgewinn!
Freitag, 20. Juni 2008
Jaaaa! Halbfinale!
Auch mich hat nun das EM-Fieber gepackt, so daß ich wohl bis zum Finale eher weniger zum Pokern komme. Hier in Sosua gibt es ja eine ziemlich große deutsche Gemeinde und wie schon bei der WM vor zwei Jahren waren alle deutschen Kneipen in schwarz-rot-gold geschmückt. Die meisten Kneipen sind mit Riesenbildschirmen ausgestattet, so daß es richtig Spaß macht, die Spiele zu verfolgen. Wie auf den Fotos zu sehen feierten Touristen und Residenten überschwenglich den Einzug ins Halbfinale. Für die deutsche Mannschaft gab es auch von einigen gestern anwesenden Holländern, Engländern und Schweizern viel Anerkennung.
Alle waren begeistert vom tollen Spiel der deutschen Mannschaft. Daß sie die Portugiesen so klar beherrschen würden, damit hatte zuvor wohl kaum jemand gerechnet.
Ihr seht: Auch hier in der Karibik und fernab der Heimat werden alle Spiele der EM gespannt verfolgt und ich hoffe und bin mir jetzt sicher, daß unsere Jungs es ins Finale schaffen ...
Donnerstag, 5. Juni 2008
Immer noch Pokerstars
Jetzt erreicht mich doch tatsächlich eine Beschwerde-Mail, daß ich nichts mehr schreiben würde über meinen scheinbar doch weltbewegen PKR-Alltag. Der Grund ist ganz einfach erklärt, wenn man sich den Screenshot ansieht. Es läuft einfach derzeit unglaublich gut für mich bei Pokerstars. Vor gut einer Woche hatte ich dort noch 22$ in meinem Konto und jetzt ... Ihr seht ja selber. Ich spiele nur noch die 3,25er SH-Turbos und ich kann es selber kaum glauben, wie gut es läuft. Man sollte nicht aufhören, wenn man einen solchen Lauf hat. Ich bin aber nicht so vermessen, zu glauben, daß es ewig so weiter geht. Sobald es erste Anzeichen für einen Downswing gibt bin ich wieder bei PKR und werde dann weiter schreiben, versprochen.
Samstag, 31. Mai 2008
Fremdgegangen
In den letzten Tagen habe ich nicht viel geschrieben, weil ich in gleich sechs gößeren Turnieren (GTD's, Satelits zum TV-Showdown und PKR-Masters) hintereinander dämlich ausgeschieden bin. In der jeweils letzten Hand war ich immer haushoher Favorit, einmal gar mit 98% am Flop, und krieg jedes Mal einen drüber. Es waren nicht immer wirklich klassische Bad Beats, aber es war doch so mies, daß man anfängt zu glauben, PKR hätte sich gegen einen verschworen. Ich weiß, daß sowas vorkommt und ich denke, daß es am besten ist, in solchen Situationen nicht mit seinem Pech zu hadern, sondern einfach mal ein paar Tage woanders zu spielen.
Und genau das habe ich getan. Ich bin sozusagen fremdgegangen, und zwar nach Pokerstars, wo ich noch gut 20$ herumliegen hatte. Und siehe da: Es lief vom Start weg richtig gut. Ich habe meine Pokerstars-Bankroll in ein paar Tagen auf 60$ geschraubt und somit fast verdreifacht. Gespielt habe ich Heads-Ups und die 3,25er Turbo SH-SnG's mit gutem Erfolg. Im Laufe der nächsten Woche werde ich mich dann natürlich wieder PKR zuwenden.
Dienstag, 27. Mai 2008
Speed Heads-Up

Ich spiele ja gerne diese Speed Heads-Ups. Soeben habe ich ein solches gespielt, das seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Ein Heads-Up gegen eine Dame aus Frankreich, das schon nach der ersten Hand beendet war. Zum Abspielen auf den Play-Knopf drücken.
Sonntag, 25. Mai 2008
Texas Fold'Em
Ich habe mich noch einmal zu einem dieser Double Thru-Turniere angemeldet. Das sind SnG's bei denen 5 von 10 Spielern ins Geld kommen und der Gewinn unter den 5 gleichmäßig mit je 20% geteilt wird. Beim letzten Mal bin ich ja dummerweise früh ausgeschieden. Ich habe ein solches Turnier diesmal in voller Länge ertragen müssen. Ab der Bubble ging das Ganze über eine Stunde weiter ... Fold, Fold, Fold. Jeder versuchte sich ins Geld zu folden. An Langweiligkeit war das kaum zu übertreffen. Ich werde im PKR-Forum einmal den Vorschlag machen, hier die Blinds schneller steigen zu lassen. Ich denke nur so wäre diese Turnierform überhaupt erträglich.
Übringens, was seltsam ist: Das Turnier wird, nachdem nur noch fünf Spieler verbleiben, dennoch bis zum Ende ausgespielt. Mir ist nicht ganz klar, warum und wozu eigentlich?!
Samstag, 24. Mai 2008
Nächster Anlauf auf den TV-Showdown ...
... und wieder gescheitert. Angemeldet hab ich mich heute für den Speed 10Seater zum TV Showdown um 19:00 Uhr GMT. 121 Spieler, 12 Tickets, 13. Platz erhält Buy-In von 6,05$ zurück. Ich glaube, ich komme mit den FR-Tischen nicht wirklich gut zurecht. Beim nächsten Mal werde ich lieber wieder versuchen, mich über die Shorthanded Satelits zu qualifizieren. Gleich in der ersten Hand gegen eine Calling-Station aus — wie könnte es auch anders sein — Frankreich mit KK 1/3 meines Stacks verloren. Flop 238 Turn J River 2. Sie zeigt Q2. In die nächste Hand ist die Calling-Station wieder eingestiegen, ein anderer Spieler geht am Flop All-In. Ich calle das leicht angetiltet mit meinem Flush-Draw und habe am River Glück und treffe den Flush.
Danach habe ich lange sehr tight gespielt um dann in einer wichtigen Hand, als die Antes schon eingesetzt hatten, am Flop mit QQ Quads zu treffen. Leider hatte ich hier nur einen Gegner, der am Turn als ein As erschien aus der Hand ausstieg, schade, schade ... Hier die Hand mit den Quads.
Am Ende dann — in der Push or Fold Phase — bin ich mit A3s gegen TT rausgeflogen und habe das Turnier mit Platz 26 abgeschlossen.
Freitag, 23. Mai 2008
PKR Double Thru
Wie angekündigt, wollte ich einmal die neuen Sit and Go-Turniere, die PKR Poker heute eingeführt hat, ausprobieren. Ich habe mich für ein PKR „Double Thru“-Turnier entschieden. Hier ist es so, daß an einem 10er-Tisch fünf Plätze bezahlt werden, und zwar alle mit 20% des gesamten Buy-Ins. Das heißt also, das Turnier ist beendet, sobald fünf Spieler ausgeschieden sind und die verbleibenden fünf Spieler teilen sich den Gewinn.
Der Einstand verlief wenig glücklich für mich, obwohl es wahrscheinlich nicht sehr schwierig gewesen wäre unter die TOP5 zu kommen. Die entscheidende Hand habe ich ziemlich blöd gespielt, insofern mal wieder selber Schuld. Mein Gegner ist mir zuvor damit aufgefallen, daß er, sobald er sein Paar trifft, kleine Bets macht. Ich hatte ihn daher auf ein Blatt mit einem Buben oder ein — eventuell hohes — Paar gesetzt, weniger auf einen Straight-Draw (Preflop hatte er zuvor einmal mit KK nur gelimpt). Als dann am River der König erschien, brauchte ich zumindest keine Angst mehr vor AA zu haben (er hatte zuvor die erwähnte Hand mit KK nämlich fast identisch gespielt). Angst hatte ich natürlich vor einer 10 bei ihm, die ich umso lieber auf dem Board gesehen hätte, aber darauf hatte ich ihn fälschlicherweise nicht gesetzt, also bin ich volles Risiko All-In gegangen und das Turnier war Geschichte für mich. Meine Überlegungen in der Hand waren zwar nicht völlig unbegründet, trotzdem sollte ich so objektiv sein, zu sehen, daß das Ganze von mir ziemlich mies gespielt war. Im Nachhinein betrachtet hätte ich die Hand entweder gar nicht erst spielen sollen oder aber dann schon am Turn statt des Reraises All-in gehen sollen, womit ich den River für meinen Gegner wohl entscheidend hätte verteuern können. Ein „unlucky Bad Beat“, wie ein anderer Mitspieler mich bedauerte, war das jedenfalls nicht sondern eher die ernüchternde Bestätigung, daß ich nicht Phil Hellmuth heiße.
ITM gefoldet
Heute morgen hab ich losgelegt mit ein paar 6er-Speed-SnG's und kam hier auch immer dank überwiegend grottenschlechter Mitspieler locker ins Geld. Lustig war eines der Turniere (siehe Screenshot), bei dem sich wieder mal zeigte, daß Franzosen und Engländer irgendwie nicht recht miteinander können. Die beiden mit mir am Tisch verbliebenen Herren kamen aus eben diesen Ländern und warfen sich gegenseitig die tollsten Dinge an den Kopf mit dem Ergebnis, daß beide voll auf Tilt gingen und davon auch nicht mehr runterkamen. Ich habe mir das als lachender Dritter belustigt angesehen und konnte so einen kinderleichten Sieg einfahren.
Danach bin ich einmal von meiner Gewohnheit Speed-Turniere zu spielen abgerückt und habe mich für ein 400$ GTD 10-Seater mit 10 min. Blind-Erhöhung angemeldet. Gut 150 Teilnehmer, 20 Plätze bezahlt. Es grenzte an ein Wunder, daß ich hier nicht eingeschlafen bin. Ich habe mich einfach ins Geld gefoldet und sonst nichts gemacht. Vielleicht wären diese Turniere ja auf Dauer +EV für mich aber es macht mir absolut keinen Spaß mit so wenig Action. Für mich völlig unverständlich, daß es sogar Leute gibt, die diese Deepstack-Turniere spielen und 10 bis 20 Stunden an einem Turnier hocken. Ne, da bleib ich lieber bei meinen Speeds. Im Turnier gab es für mich nur eine aufregende Situation als ich kurz vor der Bubble vom Button aus einen gewagten Push mit AJo reinhaute, übrigens abgesehen von den Big Blinds meine erste gespielte Hand! Es ging gut, ich fand zwei Caller aber als höchste Karte erschien zum Glück ein Bube auf dem Board. Nach der Bubble kam dann nichts Gescheites mehr für mich und ich machte als 19. den Abgang. Hauptsache im Geld, eigentlich war ich froh, daß es vorbei war.
PKR hat heute zwei neue Sit and Go-Formate aufgenommen, die sehr interessant zu sein scheinen. Mal sehen, vielleicht teste ich das später mal an.
Donnerstag, 22. Mai 2008
Strandtag
Heute Pokerpause und Strandtag! Manchmal ist es halt prima, nicht mehr in Deutschland zu wohnen und das nicht nur wegen der tollen Strände hier vor Ort.
Wenn mich nämlich bisweilen solche Meldungen aus der alten Welt ereilen, wird mir richtig schlecht.
Es ist ja ganz egal wenn Jugendliche ihr Taschengeld — selbstverständlich geregelt unter staatlicher Aufsicht, versteht sich ja — mit Daddel-Automaten, Lotto und Rubbellosen verzocken. Hauptsache, die deutsche Jugend ist vor gefährlichen, süchtigmachenden Poker-Turnieren geschützt ... Jugendschutz ... Ja nee, is klar ...
Mittwoch, 21. Mai 2008
Die Heads-Ups reißen mich wieder raus
Nach dem ärgerlichen Verlauf des 1.500$ GTD-Turniers von heute nachmittag, entschloß ich mich mit Heads-Ups auf den kleinen Limits den verlorenen 10$ Buy-In möglichst schnell und sicher wieder reinzuholen. Hat auch gut geklappt, nach 14 Speed-Heads-Ups hatte ich 12 gewonnen und die Kohle wieder zurückerkämpft. Wie schon mal erwähnt, sind auf diesem Limit die Spieler doch recht schwach, so daß es sich nicht lohnt auf den Verlauf näher einzugehen; bis auf eine Ausnahme: Im letzten Heads-Up traf ich auf einen Spieler, der kaum auszurechnen war und seine Spielweise ständig änderte. Eine wirklich harte Nuß. Das Spiel war, soweit ich mich erinnere, wahrscheinlich das verrückteste Heads-Up, das ich je gespielt hatte. Am Ende waren die Blinds auf 400 Chips angestiegen bei 1.000 Starting Chips. Ich glaube, so lange hat noch nie ein Heads-Up auf PKR bei mir gedauert.
Zunächst mal das übliche Abtasten, es ging ein wenig hin und her, hielt sich aber alles in der Waage. Dann treffe ich mit 77 mein Set, aber er hatte bereits am Flop seinen Straight und läßt mich per Slowplay voll auflaufen. Bei seinem Bet am River war mir klar, daß er den Straight hat, aber ich war bereits committed. Ich hatte dann noch gerade aussichtslose 20 Chips und konnte doch auf wundersame Weise wieder zurückfinden, mehrfach verdoppeln und hatte auf einmal sogar mehr Chips als er. Ich der nächsten Hand hatte ich den Sack schon fast zugemacht, aber ...
Er also wieder Chipleader, es ging so eine Zeitlang wieder hin und her bis ich mit 64o mein Full-House am Flop 664 treffe. Der arme Kerl hatte doch tatsächlich die vierte 6 auf der Hand, rennt so natürlich mit fliegenden Fahnen in mein Full-House und stand nun seinerseits mit nur noch 255 Chips im BB All-In und auf verlorenem Posten ... könnte man zumindest annehmen. So ging's weiter:
Und der nächste All-In meines Gegners, er trifft mit seiner 7 den Straight ...
... mein 9er-Paar hält natürlich auch nicht, wieder zieht er den Kopf aus der Schlinge und hat jetzt plötzlich wieder mehr Chips als ich.
Doch dann treff ich direkt am Flop meinen Straight:
Und in der nächsten Hand meinen Flush und alles ist vorbei:
Ich muß sagen, bei solch hohen Blinds wird ein Heads-Up wirklich zum reinen Glückspiel. Man ist ja praktisch schon im Small Blind committed. Besonders die letzten beiden Hände waren einfach pures Glück für mich. Mir tat mein Gegner ein wenig leid, er hatte nach meiner bescheidenen Meinung wirklich richtig gutes Poker gespielt und einfach Pech am Ende. Es hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht gegen ihn zu spielen. Trotzdem werde ich mich nicht unbedingt noch mal an einen Tisch mit ihm setzen. Zum Geldverdienen sind mir denn doch die Calling-Stations lieber ...
Noch eine Anmerkung und ein Tip für alle, die ihre Hände posten wollen: Es gibt da einen scheinbar noch recht neuen Service Weaktight. Gefällt mir wesentlich besser von der Übersichtlichkeit her als pokerhand.org. Der Support ist auch superfreundlich und hat mir zugesichert, in den nächsten Tagen die Kompatiblität mit den PKR-Handhistorys sicherzustellen. Bis dahin werde ich mir weiter mit Screenshots behelfen, da pokerhand.org sowieso nicht 100% mit PKR klarkommt und sich immer wieder Fehler einschleichen.
Danke PKR ...
... für diese mir zugeteilten Startblätter:
Gerade noch mal zum 1.500$ GTD 6Seater Speed angemeldet und zum Turnier gibt's aus meiner Sicht nicht viel zu sagen, außer daß ich nicht schlecht gespielt habe; um genau zu sein: Ich habe überhaupt nicht gespielt, ach Halt ... doch: Die letzte Hand:
Ich bin zwar nur ein unbedeutender Online-Spieler, der auf kleinen Limits mehr schlecht als recht rumgurkt, aber ich behaupte mal, daß weder Phil Hellmuth, noch Doyle Brunson, TonyG oder sonst welche Superprofis mit diesen Startblättern ins Geld gekommen wären, oder sieht das jemand anders?!
Nachtrag: Es gibt anscheinend tatsächlich Leute, die mein Geschreibsel hier lesen. Heute erreichte mich per E-Mail die Nachricht eines Lesers, daß sein persönlicher Pokergott Gus Hansen mindestens die Hälfte der aufgeführten Starthände gespielt hätte und damit auf jeden Fall ins Geld gekommen wäre.
Dienstag, 20. Mai 2008
Fast schon wieder Bubble Boy ...
... aber nur fast. Diesmal muß ich zugeben, daß ich ganz einfach tierisch Schwein gehabt habe. Ich hatte mich für den 1.500$ GTD 6Seater Speed entschieden. Buy-In 10$. Knapp 200 Teilnehmer, ab Platz 30 war man im Geld. Ich hatte Pech, daß ich an einen Tisch umgesetzt wurde, wo ein Riesen-Bigstack mit über 20.000 Chips saß, er nutzte seinen Stack, je näher die Bubble rückte, immer mehr aus, ging ständig All-In und klaute einen Blind nach dem anderen. Wer will es ihm verdenken, clever gespielt! Ich selber habe sehr tight gespielt, bis zur Bubble nur 5 Hände, 3 davon gewonnen.
Mir wurde dann genau an der Bubble im Cutoff AQo zugeteilt. Eigentlich ein Blatt, daß ich spielen würde, aber nach der letzten Erfahrung, wo ich an der Bubble mit AA gegen QJo rausflog, entschloß ich mich schweren Herzens zu folden, siehe Screenshots, bloß nicht am Ende wieder so blöd mit leeren Händen dastehen.
In dieser Hand machte auch an den anderen Tischen noch niemand den für alle anderen erlösenden Abgang. Dann plötzlich war ich dank der exorbitanten Antes All-In, und zwar mit 69 offsuit und zu allem Überfluß fand ich auch noch drei Caller. Herzlichen Glückwunsch, dachte ich mir, ich hatte innerlich schon abgeschlossen und mindestens dreimal kräftig abgeko ... Aber dann ... siehe nächster Screenshot. Es gibt also wohl doch einen Pokergott :-)
Geschafft! Ich war im Geld, nach der Anspannung war das wie eine Erlösung. Danach das übliche, wie immer wenn die Bubble überwunden ist. Massenweise Spieler, die zuvor fast alles gefoldet hatten, gingen mit marginalen Blättern All-In. Ich hab mich daran nicht beteiligt, weil ich wußte, daß ich jetzt in den nächsten Händen gelassen dem allgemeinen Sterben zusehen konnte und so weiter nach vorne kam. Ich hab mich lieber auf die Shortstakes konzentriert und gezielt drei von denen abgeschossen. Mein Stack vergrößerte sich beachtlich und dann im Small-Blind war die Chance gekommen: Alle foldeten und ich ging gegen den Big Blind mit A3s All-In.
Doch dann wendete sich das Glück von mir ab. Dieser Hirnie von Big Blind callte mich doch tatsächlich mit einem völlig marginalen Blatt und ... siehe Screenshot.
Ich frage mich manchmal, wie solche Leute überhaupt ins Geld kommen können. Aber gut, was soll's, Platz 11 unter 200 Teilnehmern und 33,30$ Gewinn sind ja nicht so übel, aber es wäre halt viel mehr drin gewesen. Mit Verdoppelung in der letzten Hand wäre der Gewinn möglicherweise dreistellig geworden.
Aber egal, meine zuletzt um ca. 1/3 geschrumpfte Bankroll konnte ich damit fast schon wieder auf den alten Stand bringen. Für heute genug gepokert, heute abend werde ich mir ein Bier trinken gehen.
AA gegen AA
Manchmal gibt es schon seltsame Zufälle. Gestern abend bin ich mit meinem irischen Nachbarn Kerry, der auch ein begeisterter Pokerspieler ist, noch kurzentschlossen ins Casino an der Playa Chiquita, ein kleiner Strand hier gleich um die Ecke. Das FR-SnG gestern konnte ich gewinnen und somit 10.000 Peso (etwa 180 EUR) einheimsen. Die wichtigste Hand, mit der ich an der Bubble verdoppeln konnte, gewann ich gegen einen Touristen aus Kanada; und zwar mit AA gegen AA: Am River traf ich meinen Flush. War mir etwas peinlich, da der wirklich symphatische Kanadier einer der wenigen guten Spieler am Tisch war und schon kurz zuvor einen üblen Bad Beat gegen einen Touristen-Fisch aus Österreich (Original-Zitat: „Ach, ich hab ja doch gewonnen, Straight ist ja höher als Drilling“) einstecken mußte.
Und heute morgen passiert fast das Gleiche, nur eben mit mir als Leidtragenden. PKR Software gestartet und zum Aufwärmen ein 3$ Heads-Up ausgewählt. 1. Hand: Ich bekomme AA, Raise, Reraise, All-In, Gegner zeigt ebenfalls AA … und trifft am Turn seinen Flush.
Nächstes Heads-Up, nächste Luckbox, siehe Screenshot. Au Mann, in den letzten Tagen treibt es PKR ziemlich bunt mit mir. PKR Software gleich wieder geschlossen und … Pause. Besser ist das!
Montag, 19. Mai 2008
Die Varianz läßt grüßen
Die gute Nachricht: Der Tip vom PKR-Support, im Modus „low detail“ zu spielen, war gut. Es gab keine Software-Abstürze mehr. Die schlechte Nachricht: Ich krieg heute einen Schwachsinns-Bad-Beat nach dem anderen um die Ohren gehauen. Ein knappes Dutzend Speeds gespielt, zweimal im Geld gelandet und bei allen anderen endet es im Desaster. Immer trifft irgendein depperter Caller am River einen seiner wenigen Outs. Ich will nicht rumheulen, sondern poste die letzten beiden Hände zur allgemeinen Belustigung: Hand 1, Hand 2
Hier gibt's nur zwei Möglichkeiten: Tilten oder Abschalten. Ich werde abschalten und den Tag mit meiner Frau am Strand verbringen. Ich habe nämlich keinen Bock, den ganzen Luckboxen, die heute auf PKR unterwegs sind, meine Bankroll (Von knapp 90 auf 60$ geschrumpft, arghhh) zu überlassen. Mindestens 1 Tag Pause und danach werde ich es Euch heimzahlen, basta!



